IDV Privatinstitut Köln – Nachhaltige Geldanlagen

Nachhaltigkeit liegt im Trend. Angesichts des weltweiten Klimawandels und sichtbarer Umweltschäden ist das Umweltbewusstsein deutlich gewachsen. Das bestätigt auch eine Umfrage des IDV Privatinstitut für Deutsche Verbraucher aus Köln. Nicht erst seit der beschlossenen Energiewende ist die Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens erkannt worden. Der Bewusstseinswandel schafft neue Perspektiven für interessante Investments. Hier ist ein Überblick.

Beteiligung an Erneuerbare-Energie-Projekten

Die klassische Form der Beteiligung an nachhaltigen Projekten sind geschlossene Investmentfonds. Sie stellen das übliche Finanzierungskonzept dar, wenn es um die Errichtung von Windkraftanlangen, Solarparks oder die Bioenergieerzeugung geht. Als Investor in einem solchen Fonds wird der Anleger de facto Miteigentümer einer Anlage – mit allen unternehmerischen Chancen und Risiken. Wer hier investiert, muss in der Regel mehrere Tausend Euro anlegen. Die Beteiligung ist langfristig angelegt, denn ein vorzeitiger Ausstieg ist nur schwer möglich. Die Rendite geschlossener Fonds wird wesentlich von dem konkreten Projekt bestimmt. Dass eine aussichtsreiche Technologie alleine keine Erfolgsgarantie ist, zeigt aktuell die Solarbranche, die mit großen Schwierigkeiten kämpft. Waren vor einem Jahr noch mehr als 60 Prozent der vom IDV Privatinstitut Köln Befragten bereit waren in die Solarbranche zu investieren, sind es nun keine 40 Prozent mehr.

Offene Nachhaltigkeitsfonds

Eine Alternative stellen offene Nachhaltigkeitsfonds dar. Dabei handelt es sich um Investmentfonds, die gezielt nach ethischen oder nachhaltigen Kriterien investieren. Der Vorteil offener Investmentfonds ist: sie betreiben Risikostreuung durch ein Engagement in vielen Werten. Ein Einstieg ist schon mit geringen Beträgen möglich und der Anleger kann seine Anteile jederzeit wieder zurückgeben. Da es keine allgemeinverbindliche Definition gibt, was unter Nachhaltigkeit zu verstehen ist, definiert jeder Fonds seine Anlagekriterien etwas anders. Häufig wird nach dem Ausschlussprinzip verfahren: der Fonds investiert nicht in umweltkritische oder ethisch bedenkliche Anlagen wie Atomenergie, Rüstungsindustrie, emissionsintensive Produktion usw.. Waren vor einigen Jahren nachhaltige Investments noch mit der Vorstellung von Renditenachteilen ‚der Umwelt zuliebe‘ verbunden, gilt dies inzwischen nicht mehr. Nachhaltige Fonds rechnen sich durchaus, wobei es auf die Anlagepolitik des einzelnen Fonds ankommt. Untersuchungen des IDV Privatinstitut Köln zeigen, dass Fonds mit einer eher weiten Nachhaltigkeitsdefinition tendenziell bessere Rendite-Risiko-Profile aufweisen als Fonds mit eng gefassten Investmentkriterien.

Nachhaltige Aktien, Genussrechte und Anleihen

Darüber hinaus gibt es natürlich die Möglichkeit, direkt in Unternehmen zu investieren, die sich im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens engagieren. Neben Aktien werden am Markt inzwischen auch beteiligungsähnliche Formen wie Genussrechte sowie Unternehmensanleihen angeboten. In Deutschland sind auch einige wenige nachhaltige Banken aktiv, die ihren Kunden neben Nachhaltigkeits- und Ethikfonds klassische Anlageformen wie Festgelder oder Spareinlagen anbieten.

Gezielt investieren

Trotz hoher Wachstumsraten – nachhaltige Geldanlagen führen noch ein Nischendasein am Finanzmarkt. Wer sich hier engagieren möchte, sollte sich vorher genauer informieren. Als Ergänzung zu herkömmlichen Anlagen bieten nachhaltige Investments aber durchaus interessante Perspektiven. Viele Bereiche des nachhaltigen Wirtschaftens sind Innovationstreiber und besitzen überdurchschnittliches Wachstumspotential.

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