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Wertpapiere – Der Faktor Zeit als Erfolgsgarant

Beim Wertpapierhandel gibt es 2 Kategorien von Anlegern bzw. Händlern, die sich von der Anlagestrategie unterscheiden grundlegend unterscheiden. Zum einen gibt es den Anleger, welche langfristig planen und die Wertpapiere als Altersvorsorge ansehen und zum anderen gibt es Anleger, die das Risiko bevorzugen. Die Anleger mit dem Sinn nach Risiko sind auf schnelle Gewinne aus und dies bedingt eine erhöhte Umschlagshäufigkeit der Wertpapiere, was zu einem enormen Verlustrisiko führen kann. Jedoch können Anleger mit einer langfristigen Strategie aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen zur falschen Zeit eine falsche Entscheidung treffen.

Faktor Zeit führt zum Erfolg

Der damalige Börsen- und Finanzexperte Andre Kostolany hat immer den grundsätzlichen Rat angeführt, dass beim Kauf von Wertpapieren, die Wertpapiere gedanklich unter das Kopfkissen gelegt werden sollen und der Anleger sollte schlafen und abwarten. Andre Kostolany hat nicht umsonst diesen Ratschlag angeführt, weil besonders in Krisenzeiten Ruhe, Geduld und ein klarer Gedanke hilfreich sind und ein sinnloser Aktionismus kann zum totalen Verlust des eingesetzten Geldes führen. Seit der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers und der darauffolgenden Finanzkrise und später folgenden Eurokrise hatte zur Folge das viele private Anleger aufgrund der aufkommenden Panik aufgelöst hatten und Ihre Wertpapiere weit unter Wert verkauft hatten. Dabei wäre dies gar nicht nötig gewesen.

Zahlen, Daten und Fakten in Bezug auf den Erfolgsfaktor Zeit

Die deutsche Bundesbank hat seit Beginn der Finanzkrise 2008 eine Studie durchgeführt und diese Studie hat erstaunliche Fakten zu Tage gefördert. Seit Beginn der Finanzkrise 2008 sind in den folgenden 4 Jahren die Anzahl der Wertpapierdepots um 4 Millionen auf ca. 20 Millionen Depots gesunken. Laut der Studie sind es überwiegend privater Anleger gewesen, die Ihre Depots schon zu Beginn der Finanzkrise direkt aufgelöst hatten. Gleichzeitig sind die Wertbestände der Depots in den besagten 4 Jahren um 1,2 Billionen Euro auf 8,2 Billionen Euro gestiegen. Mit etwa 6 Billionen Euro gehört den Großkreditbanken gefolgt von Sparkassen-Verbänden und Finanzdienstleistern, die sich die restlichen ca. 2 Billionen Euro teilen, der Großteil aller Wertpapiere, die im Umlauf sind. Genau an dieser Stelle kommt die Weisheit des damaligen Börsengurus Andre Kostolany wieder zum Tragen, weil die Großbanken einfach seit Beginn der Finanzkrise einfach abgewartet haben. Wie ist es sonst zu erklären, dass die sogenannten Bad Banks mit ihren toxischen Wertpapieren vor nicht allzu langer Zeit erste kleine Gewinne vermelden konnten. Durch die damalige Panikmache sind viele private Anleger dazu tendiert kopflos zu reagieren und sie haben in Panik und trotz hoher Verluste ihre Wertpapiere verkauft. Der Faktor Zeit hätte ihnen mit etwas Geduld eine ganz andere Sicht der Dinge verschaffen können, um wieder aus der Verlustzone in die Gewinnzone zurückzukehren.