Wenn bei Riester die Rente droht

Man kann sich die eigenen Rentenansprüche als Rentner, nach jahrelangem Sparen, einfach auszahlen lassen. Ist es endlich mal so weit, bieten sich diverse Möglichkeiten, wie das ersparte Guthaben gut und wirksam genützt werden kann. Einen kleinen Überblick gibt jetzt die IDV Köln, die auch in kostenfreien Informationsgesprächen unter anderem Themen wie dieses besprechen.

Riester ja oder nein?

Viele Rentner stellen sich, nicht zu Unrecht, diese Frage. Schließlich stehen heutzutage die Aussichten auf eine gute Zusatzrente mit Hilfe von Riester eher schlecht. Experten behaupten, dass eine Riester-Förderung die sinkenden Renten nicht wirklich ausgleichen kann.
Seit der Gründung der Riester-Rente vor einigen Jahren wurden die grundlegenden Regeln, die damals festgelegt wurden, kaum verändert. Es wurde lediglich das Eintrittsalter, und damit der früheste Auszahlungszeitpunkt, angepasst. Wer seinen Vertrag bis Ende 2011 abgeschlossen hat, hat mit der Vollendung des 60. Lebensjahres Anspruch auf die Zusatzrente. Alle anderen müssen zwei weitere Jahre warten.
Wer möchte, kann auch noch vor Rentenantritt aus dem Riester-Vertrag aussteigen. Der Anbieter zahlt dabei die staatlichen Förderungen, egal ob in Form von Steuervorteilen oder Zulagen, aus. Der Rest des Guthabens wird zur Versteuerung des Wertzuwachses während der Ansparphase verwendet, erklärt die IDV in ihrem Ratgeber.
Wer seinen gesamten Guthabenstand vor Rentenantritt entnehmen möchte, ohne dass sich dies negativ auswirkt, kann dieses zur Finanzierung oder zum Kauf eines Eigenheims verwenden. Diese Möglichkeit steht nicht nur für Personen mit einem Wohn-Riester-Vertrag zur Verfügung, sondern auch allen anderen Riester-Rentnern. Die einzige Voraussetzung dabei ist, dass die gekaufte Immobilie innerhalb des EU – Gebietes liegt und auch selbst bewohnt wird.

Auszahlung der Riester-Rente

Als Riester-Rentner kann man die Auszahlungsphase mittels verschiedener Modelle selbst gestalten. Grundsätzlich bieten sich dazu zwei Möglichkeiten an. Einerseits wäre da die sogenannte „Sofortrente“, andererseits kann man sich auch für einen Auszahlplan entscheiden.
Bei der Sofortrente handelt es sich grundsätzlich um eine lebenslange Versicherung. Hier gilt: Je höher die Versicherungskosten, desto höher die Rentenansprüche. Der klare Vorteil einer Riester-Förderung mittels Versicherung ist auf jeden Fall, dass das Kapital bei der Auszahlung als Rentenversicherung verwaltet wird, die eine lebenslange Laufzeit hat. Erbringt das angelegte Kapital der Versicherung gute Erträge, können auch teilweise höhere Riester-Renten ausgezahlt werden.
Wer sich die Riester-Rente per Auszahlplan auszahlen lassen möchte, kann sich dabei zwischen zwei verschiedenen Varianten entscheiden. Je nachdem, ob man das eigene Guthaben über Bankspar- oder Fondssparplan gespart hat, unterscheiden sich auch die zwei Möglichkeiten des Auszahlplans.
Beim Banksparplan erhält man einen variablen Zins, welcher sich am allgemeinen Zinslever ausrichtet.
Beim Fondsauszahlplan wird der Großteil des Ersparten wieder in Aktien- und Rentenfonds investiert. Die liquiden Mittel werden dabei bei der monatlichen Auszahlung herangezogen. Steigen die Fondswerte, steigen damit auch die Rentenansprüche. Fallen die Fondswerte, somit erhält der Riester-Rentner im schlechtesten Fall einen, im Vorhinein festgelegten, Mindestbetrag.

Steuervorteil – lohnt sich Riester?

Egal, ob man sich nun für eine Rente über die Versicherung, eine Wohn-Riester-Förderung oder einen Bank- oder Fondsparplan entscheidet – jede Riester-Rente ist steuerpflichtig.
Durch die nachgelagerte Besteuerung wird der Steuervorteil der Riester-Rente während des Ansparens wieder ausgeglichen. Die steuerlichen Belastungen während der Auszahlungsphase fallen jedoch eher geringer aus, da der Rentner-Steuersatz deutlich unter dem eines Berufstätigen liegt. Nur diverse Sozialabgaben, wie etwa die Krankenversicherung, fallen nicht auf Riester an. Hinzu kommt, dass Riester-Rentner, die sich im EU – Ausland befinden, die Förderungen durch den Staat nicht zurückzahlen müssen.
Man kann sich die eigenen Rentenansprüche flexibel auszahlen lassen. So kann man bereits zu Rentenantritt 30 Prozent der Zusatzrente direkt auszahlen lassen, sogar ohne, dass dadurch die Förderung irgendwie negativ beeinflusst wird. Da die Rentner dabei weder die staatlichen Zulagen noch die Steuervorteile zurückzahlen müssen, ist dies ein deutlicher Vorteil dieser Rentenvariante. Bei einer solchen hohen Einmal – Zahlung kann es jedoch lediglich dazu kommen, dass die Steuerlast des ersten Rentenjahres um einiges höher ist. Auch wird dann die weitere Monats-Riester-Rente anhand des verbliebenen Guthabens errechnet.

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